"Aparat" čy "dyspozytyv"? Notatky pro vyrobnyctvo obrazu i vyrobnyctvo sub''jekta v kino

Autor/innen

  • Ol'ha Briukhovets'ka National University of Kyiv-Mohyla Academy, Kyiv

DOI:

https://doi.org/10.17892/app.2015.0001.1

Schlagworte:

Leonid Lukov, Sergej Paradžanov, Stalin, Bergfilm, Apparatus, Dispositiv

Abstract

"Apparatus" oder "Dispositiv"? Anmerkungen zur Produktion von Bild und Subjekt im Film

Während der Begriff "Apparatus" in der Filmtheorie gut etabliert ist, ging sein Pendant und zugleich korrelatives Double "Dispositiv" (ebenfalls in die Filmtheorie von Jean-Louis Baudry in den 1970er Jahren eingeführt), bei der Übersetzung aus dem Französischen ins Englische verloren. So verschwand auch der nuancierte Bedeutungsunterschied zwischen den beiden Begriffen, und damit die Unterscheidung von zwei Prozessen – einem, der sich auf die Bildproduktion bzw. die Figuration bezieht, und einem anderen, bei dem es um die Subjektproduktion bzw. die Subjektwerdung geht. Der Begriff "Dispositiv" tauchte in der Filmtheorie gelegentlich als Ersatz für den Begriff oder die Theorie des "Apparatus" auf. Der Beitrag beabsichtigt, die ursprüngliche Unterscheidung zwischen den beiden Begriffen wieder herzustellen und ein mögliches Vorgehen nicht nur für die Filmtheorie, sondern auch für die Analyse bestimmter Filme aufzuzeigen. Am Beispiel von zwei Filmen, Tini zabutich predkiv / Schatten der vergessenen Vorfahren (Sergij Paradžanov, 1965, Sowjetunion) und Bol’šaja žizn’. Vtoraja čast’ / Das große Leben. Zweiter Teil  (Leonid Lukov, 1946, Sowjetunion) wird gezeigt, wie die beiden Begriffe "Apparatus" und "Dispositiv" in konkreten filmischen Texten angewandt werden könnten. Schatten der vergessenen Vorfahren wurde mit proto-faschistischen Bergfilmen verglichen, wenn auch nur auf der Ebene des "Produktionsdramas",  um zu zeigen, wie durch das optische Unbewusste des Apparatus, der Bildproduktion und der Figuration das ethnisch Andere zurückgewiesen wird. Die Dezentrierung des Bildes, welche die grundlegenden, ungeschriebenen Regel des Anthropozentrismus verletzt, entblößt am Ende von Das große Leben. Zweiter Teil ein stalinistisches Dispositiv, seine spezifische Generierung des Subjekts und dessen Interpellation.

Autor/innen-Biografie

Ol'ha Briukhovets'ka, National University of Kyiv-Mohyla Academy, Kyiv

Ol'ha Briukhovets'ka is Associate Professor of Cultural Studies, National University of Kyiv-Mohyla Academy, co-founder of the Visual Culture Research Center, Kyiv. Specializes in cinema and visual culture. She studied philosophy at Taras Shevchenko National Kyiv University and cultural studies at National University of Kyiv-Mohyla Academy. Her PhD was on psychoanalytic concept of subject in film theory. She taught courses on mass culture, communication, and film theory. Her current research focuses on Soviet imaginary and visual culture. Ol’ha Briukhovets’ka lives in Kyiv and Berlin.

Zitationsvorschlag

Briukhovets’ka, Ol’ha. 2015. „"Aparat" čy ‚dyspozytyv‘? Notatky Pro Vyrobnyctvo Obrazu I Vyrobnyctvo sub’’jekta V Kino“. Apparatus. Film, Medien Und Digitale Kulturen in Mittel- Und Osteuropa, Nr. 1 (September). https://doi.org/10.17892/app.2015.0001.1.

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