Ein sicherer Raum für mutiges Programmieren
Heleen Gerritsen über ihre Arbeit bei goEast
DOI:
https://doi.org/10.17892/app.2025.00020.393Schlagworte:
Heleen Gerritsen, Rebecca Heiler, goEast Film Festival, Dokumentarfilm, postsowjetisches Kino, Kino Mittel- und Osteuropas, East-West Talent Lab, Dekolonisierung, Filmerbe, Animation, TikTok, Filmarchive, Deutsche KinemathekAbstract
Heleen Gerritsen blickt auf ihre achtjährige Amtszeit als Leiterin des goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films (2017–2025) zurück. Im Gespräch mit Olga Blackledge und Eva Zak berichtet sie davon, wie sich das Festival im Kontext globaler Krisen, der umfassenden Invasion der Ukraine und zunehmender politischer Polarisierung weiterentwickelt hat – und dabei seine Offenheit und seinen experimentellen Charakter bewahren konnte. Gerritsen spricht über die ethischen Aspekte kuratorischer Entscheidungen, neue Formate wie TikTok-Kino und die Bedeutung, marginalisierten Stimmen auch jenseits traditioneller Filmformen Sichtbarkeit zu verschaffen. Ein zentrales Anliegen ist der Zugang zum filmischen Erbe: Viele Werke aus der Sowjetzeit, insbesondere aus den ehemaligen Republiken, befinden sich in russischen Staatsarchiven und sind heute schwer oder gar nicht zugänglich. Wie Gerritsen es formuliert: Diese Filme werden „von Archiven als Geiseln gehalten“. Das Gespräch beleuchtet zudem das Symposium, das East-West Talent Lab und die Herausforderung, intellektuellen Anspruch mit Publikumsnähe in einem Festival zu vereinen, das stets seine Gegenwart widerspiegelt. Das Interview wurde am 20. Mai 2025 via Zoom geführt.
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