Soziale Beziehungen lettischer Filmschaffender in der Sowjetzeit und die historische Situiertheit des Kanons
DOI:
https://doi.org/10.17892/app.2024.00019.346Schlagworte:
Lettische Filmgeschichte, Sowjetische Filmgeschichte, Filmgeschichte des Baltikums, postkoloniale Theorie, soziale Beziehungen, europäischer DokumentarfilmAbstract
Ewa Mazierska und László Strausz haben in ihren Kommentaren in Studies in Eastern European Cinema eine Diskussion über die abnehmende kritische Relevanz von Kinematographien aus Osteuropa eröffnet (Mazierska 2023, Strausz 2023). Ich argumentiere hier, dass wir zwischen einem Kanon als diskursiver Konstruktion, die, wie Strausz betont, auf der Ost-West-Dichotomie aufbaut, und den tatsächlichen persönlichen Beziehungen und dem Erfahrungsaustausch, der zwischen den Filmemachern verschiedener osteuropäischer Länder, der Sowjetrepubliken und der „Dritten Welt“ stattfand, unterscheiden müssen. Durch die Beachtung der verschiedenen sozialen Kontakte der historischen Akteure und der Art und Weise, wie sie eine epistemische Gemeinschaft konstruierten, rückt die „Konstruiertheit“ des Filmkanons als sozial und historisch situiertes Wissen in den Vordergrund.
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